Zeichnungen

Fähre bei Karakoi

Fähre bei Karakoi

Diese Zeichnungen und Skizzen entstehen auf Reisen. In A6 großen Skizzenbüchern. Wie kleine Tagebücher mit Bleistift, Aquarell, Tee, gefundenen Materialien, Tickets u.a. Artikel 4 Räume.

In den Serien „Alles was kreucht und fleucht“ reduziert F.C.M. ihre farbintensive Bildsprachen auf das kleinste gemeinsame Vielfache graphischer und malerischer Wirkung: elementare Klänge aus schwarz und rot lassen vor dem reinen Weiß des Bildträgers Wesen, Konstrukte, Vorgänge und Zustände sichtbar werden.

Stelzend, pendelnd, schwankend und schwebend tauchen sie auf, durchmessen den knappen Bildraum in der festen Absicht, diesen zu verlassen, noch bevor wir ihr Geheimnis in Gänze entschlüsselt haben. Ein Schulbus fährt sein Hindernis durch eine unbestimmte Gegend, ein stattliches Insekt setzt zur Landung an, ein Tausendfüßler passt der Rahmen nicht, ein Wurm erhebt das Haupt zum Gruß, das Haus steht Kopf… Durch die instabile Dynamik und die Verschiebung der Proportionen wird die Bildfolge zu einem Mikrokosmos addiert, in dem F.C.M. Platz schafft für die Bändigung einer Fauna, die sie der mediterranen Erlebnisrealität ihrer regelmäßigen Arbeitsaufenthalte auf Rhodos entnommen hat.

Im freien Spiel der Verwandlung sind Zeichen von fragiler Leichtigkeit entstanden, welches das Fremde in allem „was kreucht und fleucht“ in der Utopie des Bildes heilsam aufheben…

Andy Kern, 2001

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